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Andacht 12.08.2017

12.08.2017 | von Jürgen Schammer

es.war.einmal.. | photocase.de

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Geht barmherzig und zuvorkommend miteinander um! Vergeltet Böses nicht mit Bösem und Beschimp­fungen nicht mit Beschimpfungen! Im Gegenteil: Segnet! 1. Petrus 3,8-9 (Neue Genfer Übersetzung)

Im täglichen Leben begegnet uns Böses auf vielfältige Weise. Keiner bleibt davon verschont, es ist allgegen­wärtig. Allerdings macht es einen Unterschied, ob irgendwo in der bösen weiten Welt Schlimmes passiert und es per Bildschirm bis ins Wohnzimmer transpor­tiert wird, oder ob uns ein Mitmensch aus nächster Nähe etwas antut. Das Böse in der Ferne wird meist nur registriert und entrüstet kommentiert, aber danach kann man doch getrost zur Tagesordnung übergehen. Ganz andere Gefühle und Gedanken kom­men auf, wenn jemand selbst zur Zielscheibe verbaler Attacken oder fieser Machenschaften wird.

Das Ergebnis der „natürlichen“ Reaktion nach dem Motto „Rache ist süß“ könnte so aussehen: „Dem hab ich’s ordentlich gegeben, dass ihm Hören und Sehen verging!“; oder: „Ihr hab ich’s doppelt und dreifach heimgezahlt; dieser Denkzettel hat gesessen!“ Stolz reibt man sich die Hände über die clevere Retourkut­sche. Das verletzte Ich hat seine Genugtuung bekom­men und kann wieder guter Dinge sein. Schließlich muss man sich seiner Haut wehren und beweisen, dass man durchaus in der Lage ist zurückzuschlagen (manchmal sogar im wörtlichen Sinne).

Doch solche Vergeltungsmaßnahmen sind nicht gottgewollt, wie Petrus in dem zitierten Andachts­wort deutlich macht. Zum einen ist das so, weil es nichts bringt. Böses kommt niemals durch Böses in Ordnung, sondern wird verschärft statt entschärft. Er selbst hatte von Jesus diese Lektion erhalten, als er mit einem Schwert dessen Gefangennahme verhin­dern wollte.

Zum anderen sollen wir Böses nicht mit Bösem ver­gelten, weil wir seinem Beispiel folgen: „Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiel gegeben, damit ihr seinen Spuren folgt ... Wenn er beleidigt wurde, gab er es nicht zurück. Wenn er leiden musste, drohte er nicht mit Vergeltung, sondern überließ es Gott, ihm zum Recht zu verhelfen.“ (1 Ptr 2,21.23 GNB)

Um Böses mit Gutem zu vergelten, reicht es jedoch nicht, uns am Vorbild Christi zu orientieren; wir müs­sen dafür auch seinen Geist in uns wohnen haben, der uns die Gesinnung und Kraft dafür gibt. Dann werden wir anderen nicht mit gleicher Münze heimzahlen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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